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Es gibt nur etwas, was mehr schmerzt, als Einkommensteuer zu zahlen - keine Einkommensteuer zu zahlen.

James Dewar

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Steuer-Info Nr. 0120
Fahrtkosten

Für Ihre Fahrten von zu Hause zur Arbeitsstätte spielt es keine Rolle, welches Verkehrsmittel Sie benutzen. Sie müssen nicht unbedingt die kürzeste Entfernung angeben - wenn Sie durch einen Umweg nachweislich Zeit sparen, gilt auch der weitere Weg. Denken Sie aber daran: Es gelten nicht die tatsächlich gefahrenen Kilometer (also hin und zurück), sondern nur einmal die Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.
Bei der Berechnung
werden die regelmäßigen Arbeitstage - 5- oder 6-Tage-Woche - und die Urlaubs- und Krankheitstage berücksichtigt. 

Können Sie nicht mehr exakt nachvollziehen, wie viel Arbeitstage Sie im Jahr 2002 gearbeitet haben, setzen Sie folgende von der Finanzverwaltung anerkannte Durchschnittstage an:

  • 5-Tage-Woche 230 Tage
  • 6-Tage-Woche 280 Tage

Als Entfernungskilometer setzen Sie die einfache Entfernung zu Ihrem Arbeitsort an! Auch Fahrtkosten von der Wohnung der Lebensgefährtin zur Arbeitsstätte sind abzugsfähig, wenn Sie jederzeit Zutritt zu der Wohnung haben und täglich von dieser Wohnung zur Arbeit fahren. Das gilt auch dann, wenn Sie ein Haus besitzen, das näher an der Arbeitsstätte liegt (Urteil des Finanzgericht Köln vom 24.10.2000, Az. 8 K 7085/99)..

Seit 01.Januar 2001 beträgt die Entfernungspauschale

  • 0,36 Euro für die ersten 10 km
  • 0,40 Euro ab dem 11. km

Die Beträge gelten unabhängig davon, wie Sie den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zurücklegen.

Führt die Entfernungspauschale zu Werbungskosten von mehr als 5.112 Euro, gelten Besonderheiten:

  • bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln müssen die Kosten im einzelnen nachgewiesen werden
  • bei Fahrten mit dem Pkw müssen Sie dem Finanzamt nachweisen oder zumindest glaubhaft machen, dass Sie tatsächlich mit dem Pkw gefahren sind.

Sonderregelung:

  • Behinderte mit mindestens 70 % anerkannter Behinderung oder
  • gehbehinderte Personen, die weniger als 70 %, jedoch mindestens zu 50 % behindert sind, können die tatsächlichen Fahrzeugkosten je gefahrenen Kilometer geltend machen.

Berechnung der tatsächlichen Kfz-Kosten behinderter Personen:

tatsächlich entstandene Kfz-Kosten 2002 = Kosten je km
tatsächlich gefahrene km 2002

ADAC-Pauschalen oder Ähnliches werden nicht anerkannt.

Zu den Kfz-Kosten gehören:

- Benzin - Kfz-Steuer
- Reparaturen - Kfz-Haftpflichtversicherung
- TÜV - Zinsen für Anschaffungsdarlehen
- ASU - Garagenmiete

Können Sie die tatsächlichen Aufwendungen nicht nachweisen, erkennt das Finanzamt folgende Kilometersätze an:

Kilometersätze bei Behinderten

Pkw 0,30 Euro je gefahrenem Kilometer
Motorrad 0,13 Euro je gefahrenem Kilometer
Moped / Mofa 0,08 Euro je gefahrenem Kilometer
Fahrrad 0,05 Euro je gefahrenem Kilometer

Einsatzwechseltätigkeit

An ständig wechselnden Einsatzstellen tätig sein heißt steuerlich eine Einsatzwechseltätigkeit haben.

Haben Sie ein solche Arbeitsstelle, können Sie auch die tatsächlichen Fahrt- kosten ansetzen oder ersatzweise die genannten Pauschalen.

Voraussetzung ist allerdings, dass Ihre Einsatzstelle mehr als 30 km entfernt ist.

Eine Einsatzwechseltätigkeit haben z.B.:

  • Bau-/Montagearbeiter
  • Leiharbeitnehmer
  • Mitglieder der Betriebsreserve für Filialbetriebe
  • Rechtsreferendare
  • Glas- und Gebäudereiniger
  • Krankenpfleger in der häuslichen Krankenpflege
  • Politessen

Ist Ihre Einsatzstelle weniger als 30 km entfernt, gelten die üblichen Pauschbeträge.

Hinweis

Bei derselben Einsatzwechselstelle wird der erhöhte km-Satz maximal 3 Monate gewährt. Mit Beginn des 4. Monats bei derselben Einsatzstelle können Sie nur noch die geminderten Sätze ansetzen.

Monatskarten sind ebenso absetzbar wie Jahrestickets.

Ersetzt Ihnen Ihr Arbeitgeber die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel komplett - wie beim Job-Ticket - oder auch teilweise, müssen Sie den erstatteten Betrag bei den Werbungskosten wieder abziehen.

Erstattet Ihnen der Arbeitgeber Ihre Pkw-Fahrtkosten oder zahlt er einen Zuschuss, ist dies von den Werbungskosten abzuziehen.

 

© 2002 - 2006  Bernd Hubert, Steuerberater & Rechtsbeistand  *  Jakobusplatz 11  *  41516 Grevenbroich  *  Tel. (02182) 88 07 - 0  * Fax (02182) 88 07 70